Agata Maszkiewicz, Vincent Tirmarche, Christophe Demarthe
Taki pejzaż

(1) Agata, Vincent und Christophe site specific. In einem neuen Raum. Weiße Wände, Säulen, hölzerner Boden. Fenster ohne Vorhänge. In der Ecke die Andeutung einer kleinen schwarzen Bühne.
(2) Agata auf der kleinen schwarzen Bühne, Vincent am Scheinwerfer, Christophe improvisiert Musik.
(3) Agata zieht die kleine schwarze Bühne hinter sich her, Vincent leuchtet mit dem Scheinwerfer, Christophe sieht zu.
(4) Agata verschwindet. Irgend etwas passiert.
—> frei nach Materialien zur Inszenierung

Taki Pejzaz 3 by Pat Mic
© Pat Mic

„Taki pejzaż“ (etwa „So eine Landschaft“) zeigt die Eroberung eines Raumes, einer Landschaft, wenn man so will, einer ganzen Welt. Suchen und Erkennen, Nutzung und Aneignung als Prinzip. Das Publikum, das beim Einlass auf dezente Weise angesprochen wird, erscheint für die Aufführung zunächst nicht notwendig, augenscheinlich machen Agata Maszkiewicz und ihre beide Kollegen ohnehin was sie gerade wollen. Was aber im Laufe des Abends klar wird, ist wie Beteiligung und Teilhabe entstehen könnte: Eben nicht durch reine Beobachtung und stolze Zurückhaltung, es braucht Impulse dazu, Mitdenken, Anlässe, Gründe.
Agata Maszkiewicz und Kollegen bespielen einen Versuchsraum, der gleichermaßen belebt wie unbelebt ist, mit Körpern, mit Gedanken und Vermutungen, mit Absichtserklärungen und Auslassungen, mit kleinen, angedeuteten Utopien und somit gleichermaßen mit Hoffnung und Trauer. Choreographisch und als Installation simpel erscheinend. Kryptisch und spröde, aber fesselnd durch seine assoziative Unbestimmtheit.

Idee + Performance: Agata Maszkiewicz, Vincent Tirmarche, Christophe Demarthe
Text: Vincent Tirmarche, Agata Maszkiewicz
Licht: Vincent Tirmarche
Musik: Christophe Demarthe
Kostüm: Natalia Mleczak

Die Aufführung entstand im Rahmen des Jahresmottos LANDSCAPE von Komuna Warszawa.

Keine größere Sprachbarriere
Dauer etwa 60 Minuten

Deutsche Erstaufführung

—> www.agatamaszkiewicz.com

Leipzig, LOFFT - Das Theater
Samstag, 24. Oktober, 21 Uhr